NEUERSCHEINUNG
Ursula Jüngst, Aus dem Himmel gefallen, 2025, Ausschnitt
Bald erscheint unsere Publikation zur Ausstellung "Ursula Jüngst. Auf der Suche nach dem Horizont" im Verlag für moderne Kunst.
"Ursula Jüngsts Bilder sind Naturgewalten. Die oftmals dichten Vorhänge aus Farbverlaufsspuren wirken teils wie Bindfadenregen aus mit Farbe getränkten Cumuluswolken; bisweilen hellen die Bilder nach solchen
Güssen in den heitersten mediterranen Tönen auf, in manchen wiederum spielt sich ein veritabel heftiges Farb-
gewitter ab. Unberührt lassen die Gemälde Jüngsts jedenfalls niemanden, selbst jene nicht, die abstrakte Malerei grundsätzlich ablehnen." - Stefan Trinks
Mit drei Textbeiträgen beleuchtet der Katalog nicht nur das aktuelle Schaffen von Ursula Jüngst, sondern auch ihre künstlerische Entwicklung und ordnet diese in einen größeren kunsthistorischen Kontext ein. Als Gastautor konnten wir PD Dr. Stefan Trinks gewinnen, Privatdozent am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt Universität zu Berlin und Leiter des Kunstressorts der FAZ. Außerdem steuerte Ursula Jüngst einen Text bei, der einen hochinteressanten Einblick in ihren Malprozess liefert.
Ergänzt werden die Texte durch zahlreiche Abbildungen und einen umfangreichen Werkteil, darunter viele erstmals gezeigte Gemälde aus der aktuellen Schaffensphase.
INHALT
Bernd Kahlert, Grußwort der Stadt Miltenberg
Fabian Müller-Nittel, Auf der Suche nach dem Horizont. Ein Vorwort
Stefan Trinks, Silberpurpurstreifen am kupfergrünen Horizont. Ursula Jüngst in Miltenberg – eine Offenbarung in Licht, Leinwand und freier Farbe
Ursula Jüngst, Es ist alles anders, und malend suche ich den Horizont. Golem äugt, die Farbe fließt und am Ende ist es eine Komposition
Fabian Müller-Nittel, Sublime Ästhetik. Bildgestaltung und Welthaltigkeit bei Ursula Jüngst
ISBN
978 - 3 - 99153 - 280 - 4
Weitere Informationen in Kürze.
Sonderausstellung 2026


25.04.26 – 14.01.27
Museen Stadt + Burg Miltenberg
Unter allen künstlerischen Positionen, die im Laufe der Jahrhunderte mit Miltenberg und seiner Region verknüpft waren, ist die von Ursula Jüngst die prägnanteste. Mit leuchtenden Farben, markantem Pinselstrich und kontrolliert-spontanen Farb- und Fließspuren hat sie sich in der aktuellen Kunstszene ein Alleinstellungsmerkmal erschlossen.
Die 1965 in Miltenberg geborene Künstlerin, die in Barcelona und Nürnberg lebt, verfolgt seit ihrem Abschluss 1993 als Meisterschülerin von Hans Peter Reuter an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg konsequent ein Kunstschaffen, in dessen Mittelpunkt das Ringen um die Form und ihren farbigen Ausdruck steht. Zunächst war der farbige Pinselstrich ihre „Weltformel“, doch zunehmend traten Fließspuren den Pinselsetzungen als gleichberechtigte Elemente der Bildkomposition zur Seite.
2024 erweiterte Ursula Jüngst ihr künstlerisches Vokabular, indem sie die Leinwände während des Malens zeitweise auf den Kopf stellte. Inzwischen behandelt sie ihre Malfläche von allen Seiten. Immer wieder neu definiert sie links und rechts, oben und unten. In diesem hochdynamischen und risikobereiten Schaffensprozess sind ihr beeindruckende Kompositionen gelungen, die die Betrachter in den Bann ziehen.
Ebenso augenfällig wie ihre künstlerische Sprache ist der philosophisch-humanistische Inhalt ihrer Gemälde. „Der Pinselstrich als Weltformel“, wie es in der Kunstkritik heißt, ist Ausdruck ihrer Überzeugung, dass der Welt eine universelle Ordnung zugrunde liegt. Die Malfläche ist ihr Experimentierfeld, um zu den existenziellen Fragen unserer Zeit mit künstlerischen Mitteln Stellung zu beziehen.
Es gelingt ihr, Gefühle expressiv-lyrisch darzustellen und gleichzeitig allgemeingültig bildnerisch zu fassen. Dabei entstehen empfindungsstarke Gemälde, in denen sie es vermag, den Schrecken des Weltgeschehens Hoffnung und Zuversicht entgegenzusetzen.
2026 kann Ursula Jüngst, die bereits mehrfach für ihr Werk ausgezeichnet wurde, auf vierzig Jahre intensives Ringen um den malerischen Ausdruck zurückblicken. Die Museen Miltenberg zeigen nicht nur bislang unbekannte Werke aus ihrer aktuellen Schaffensphase, sondern dokumentieren auch ihren künstlerischen Weg, indem sie neuere Werke mit frühen Gemälden in einen Dialog treten lassen.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation. Mehr Informationen dazu in Kürze.
Die Ausstellung wird unterstützt von MB-Digitalprint GmbH & Co. KG, Kleinheubach, sowie SK Werbung e.K., Großheubach.
Ausstellungspublikation

MILTENBERGER RÄUME
Sucht man im Internet mit dem Begriff „Miltenberg“ nach Fotos, sieht man fast ausschließlich dieselben wenigen Motive. Dass Miltenberg mehr zu bieten hat als klassisches Postkartenmaterial, bleibt nicht nur von Touristen, sondern auch der Stadtbevölkerung oft unbemerkt. Um auf diese abseitigen Räume und versteckten Blicke aufmerksam zu machen und die Besuchenden der Ausstellung für eine (Neu-) Entdeckung der Stadt Miltenberg zu sensibilisieren, haben sich die Museen mit dem Fotoclub Miltenberg e.V. für eine Sonderausstellung zusammengeschlossen.
Vorliegende Publikation will den Werken des Miltenberger Fotoclubs thematischer Rahmen sowie eine adäquate Würdigung sein, aber auch als zeitgemäßer repräsentativer Bildband zur Stadt Miltenberg verstanden werden.
Dieser Katalog erscheint im Nachgang der Ausstellung "Miltenberger Räume", einem Projekt mit dem Fotoclub Miltenberg e.V., die im Museum Burg Miltenberg vom 21.03. - 01.11.2025 gezeigt wurde.
Die Publikation wurde gefördert durch eine Spende der Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg aus dem Reinertrag des PS-Sparens und Gewinnens.
Inhalt:
Fabian Müller-Nittel, Zur Ausstellung
Bernd Ullrich, Erfolgsgeschichte "Miltenberger Räume"
Fabian Müller-Nittel, Miltenbergensia. Vom Erleben einer Stadt in Wort und Bild
Katalog der ausgestellten Werke
ISBN: 978-3-9816592-6-9
Preis: 15 €
Das Buch ist an den Kassen der Museen zu erwerben oder zzgl. Porto über verwaltung@museen-miltenberg.de zu bestellen.

















