Sonderausstellung 2026

Ursula Jüngst. Auf der Suche nach dem Horizont
25.04.26 – 14.01.27
Museen Stadt + Burg Miltenberg
Unter allen künstlerischen Positionen, die im Laufe der Jahrhunderte mit Miltenberg und seiner Region verknüpft waren, ist die von Ursula Jüngst die prägnanteste. Mit leuchtenden Farben, markantem Pinselstrich und kontrolliert-spontanen Farb- und Fließspuren hat sie sich in der aktuellen Kunstszene ein Alleinstellungsmerkmal erschlossen.
Die 1965 in Miltenberg geborene Künstlerin, die in Barcelona und Nürnberg lebt, verfolgt seit ihrem Abschluss 1993 als Meisterschülerin von Hans Peter Reuter an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg konsequent ein Kunstschaffen, in dessen Mittelpunkt das Ringen um die Form und ihren farbigen Ausdruck steht. Zunächst war der farbige Pinselstrich ihre „Weltformel“, doch zunehmend traten Fließspuren den Pinselsetzungen als gleichberechtigte Elemente der Bildkomposition zur Seite.
2024 erweiterte Ursula Jüngst ihr künstlerisches Vokabular, indem sie die Leinwände während des Malens zeitweise auf den Kopf stellte. Inzwischen behandelt sie ihre Malfläche von allen Seiten. Immer wieder neu definiert sie links und rechts, oben und unten. In diesem hochdynamischen und risikobereiten Schaffensprozess sind ihr beeindruckende Kompositionen gelungen, die die Betrachter in den Bann ziehen.
Ebenso augenfällig wie ihre künstlerische Sprache ist der philosophisch-humanistische Inhalt ihrer Gemälde. „Der Pinselstrich als Weltformel“, wie es in der Kunstkritik heißt, ist Ausdruck ihrer Überzeugung, dass der Welt eine universelle Ordnung zugrunde liegt. Die Malfläche ist ihr Experimentierfeld, um zu den existenziellen Fragen unserer Zeit mit künstlerischen Mitteln Stellung zu beziehen.
Es gelingt ihr, Gefühle expressiv-lyrisch darzustellen und gleichzeitig allgemeingültig bildnerisch zu fassen. Dabei entstehen empfindungsstarke Gemälde, in denen sie es vermag, den Schrecken des Weltgeschehens Hoffnung und Zuversicht entgegenzusetzen.
2026 kann Ursula Jüngst, die bereits mehrfach für ihr Werk ausgezeichnet wurde, auf vierzig Jahre intensives Ringen um den malerischen Ausdruck zurückblicken. Die Museen Miltenberg zeigen nicht nur bislang unbekannte Werke aus ihrer aktuellen Schaffensphase, sondern dokumentieren auch ihren künstlerischen Weg, indem sie neuere Werke mit frühen Gemälden in einen Dialog treten lassen.
Eröffnung: 25.04.26, 17 Uhr, Museum Stadt Miltenberg
Um Anmeldung unter verwaltung@museen-miltenberg.de wird gebeten.
BUCH-NEUerscheinung

Sucht man im Internet mit dem Begriff „Miltenberg“ nach Fotos, sieht man fast ausschließlich dieselben wenigen Motive. Dass Miltenberg mehr zu bieten hat als klassisches Postkartenmaterial, bleibt nicht nur von Touristen, sondern auch der Stadtbevölkerung oft unbemerkt. Um auf diese abseitigen Räume und versteckten Blicke aufmerksam zu machen und die Besuchenden der Ausstellung für eine (Neu-) Entdeckung der Stadt Miltenberg zu sensibilisieren, haben sich die Museen mit dem Fotoclub Miltenberg e.V. für eine Sonderausstellung zusammengeschlossen.
Vorliegende Publikation will den Werken des Miltenberger Fotoclubs thematischer Rahmen sowie eine adäquate Würdigung sein, aber auch als zeitgemäßer repräsentativer Bildband zur Stadt Miltenberg verstanden werden.
Dieser Katalog erscheint im Nachgang der Ausstellung "Miltenberger Räume", einem Projekt mit dem Fotoclub Miltenberg e.V., die im Museum Burg Miltenberg vom 21.03. - 01.11.2025 gezeigt wurde.
Die Publikation wurde gefördert durch eine Spende der Sparkasse Aschaffenburg-Miltenberg aus dem Reinertrag des PS-Sparens und Gewinnens.
ISBN: 978-3-9816592-6-9
Preis: 15 €
Das Buch ist an den Kassen der Museen zu erwerben oder zzgl. Porto über verwaltung@museen-miltenberg.de zu bestellen.






